Ankunft in Iquitos

Vom Fluss Huallaga trägt  uns Gilmer vier zum Fluss Marañon, welcher schliesslich in den mächtigen Amazonas fliesst. Amazonas, Fluss aller Flüsse, 6400 Kilometer lang, bis zu 120 Meter Tief, Sehnsuchtsort. Am dritten Tag, am Nachmittag laufen wir in Iquitos ein. Gegründet von missionierenden  Jesuiten, durchlebte sie eine prunkvolle Blütezeit während des Kautschukbooms welcher von Mitte 19tes bis Anfang 20igstes Jahrhundert dauerte. Heute ist Iquitos die grösste Siedlung (Inslen ausgenommen) welche nur per Luft oder Wasser erreicht werden kann. Der Gedanke dass alle Strassen einfach irgendwo aufhören gefällt mir und ein wenig bin ich versucht bis ans Ende zu laufen. Bald werde jedoch auch ich von der trägen Lethargie erfasst welche wie ein Schleier über der ganzen Stadt liegt. Keine Spur der üblichen Hektik peruanischer Städte. Abends sitzen die abuelitas (Grosmütterchen) auf Schaukelstülen auf dem Gehweg und falsche Schamanen versuchen den Touristen Drogen-Retreats zu verkaufen. Ja, richtig gelesen, Drogen-Retreat, legales und florierendes Geschäft in Iquitos. Seid Jahrhunderten verwenden die Indianer der Region die halluzigene Lilliane Ayahuasca für ihre Rituale. Der Droge wird nachgesagt Trauma zu Heilen. Die Wirkung ist nicht angenehm, die Konsumenten durchleben ihre schlimmsten Horrorvisionen, müssen sich stundenlang  übergeben, können nicht mehr gehen. Touristen mit einer schwierigen Vergangenheit reisen aus diesem Grund aus aller Welt nach Iquitos an.

 

Nachdem ich dies zuerst ein bisschen belächelte, hatte ich nach der Ankunft in Iquitos viele Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen welche mir ihre Beweggründe für ihre Anreise erzählten und andere welche das “Kotz-Camp” schon hinter sich hatten. Ihre Berichte waren wahrlich erstaunlich und ich war überrascht dass sich nicht nur Hippies der Behandlung unterziehen. Katrin und ich ziehen jedoch dann doch einen Jungel-Trip einem Trip im Jungel vor.

Einmal mehr hatten wir Glück, unser Wunsch nach einer authentischen Erfahrung geht in Erfüllung, der Hostelbesitzer hat Freunde in einem kleinen Dorf von Mestizen, sechs Stunden Bootsfahrt von Iquitos entfernt. Die Anreise ist individuell, wir werden am nächsten Morgen 2 Stunden weiter Flussaufwärts von Miguel, dem Bürgermeister abgeholt.

 

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